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Aug 07

Brennende iPods

In den letzten Tagen haben einige Medien aus der ganzen Welt von Menschen berichtet, deren iPods von Apple auf einmal Feuer gefangen haben und sie verletzt haben sollen. Die letzte Nachricht kam aus England. Ein Mädchen aus England soll ihren iPod fallen gelassen haben, das sich daraufhin entzündete. Ihr Vater konnte das Gerät noch rechtzeitig aus dem Fenster werfen, wo es mit einem Knall auseinander ging und eine Rauchwolke hinterließ. Jetzt ist von dem Gerät nur noch ein kleiner verbrannter Haufen zurück geblieben. Auch in anderen Ländern wie in Japan gab es solche Fälle schon früher, weshalb die Regierung dort bereits Warnungen herausgegeben hat. Der Fall in England ging noch glimpflich aus, in Japan haben sich Menschen dagegen bereits Verbrennungen durch ihre iPods zugezogen.

Zum schweigen gefordert

Skurriler wird der Fall, als bekannt wurde, dass Apple versucht hat, den Vorfall geheim zu halten. Als sich der Engländer an das Unternehmen gewandt hatte, um ein Ersatzteil anzufordern, erstatte ihm Apple die Kosten, forderte ihn in einem Vertrag jedoch gleichzeitig auf, den Vorfall nicht weiter zu verbreiten. Bei Vertragsbruch soll ihm Apple mit Geldbußen gedroht haben. Der Engländer hat sich jedoch dagegen entschieden und ist mit dem Fall vor die Medien gegangen. Gleiches gibt es auch aus den USA zu berichten, wo es einer Reporterin zunächst nicht erlaubt wurde, ein Bericht der US-Verbraucherschutzbehörde über die iPod- Beschwerden durchzulesen, weil Apple dagegen klagen und die Einsicht in den Bericht verzögern konnte. Nun ist die 800- Seiten dicke Studie in die Öffentlichkeit gelangt und dokumentiert alle Fälle von Funken sprühenden und brennenden iPods. Es zeigt auch einzelne Bilder der verbrannten Geräte und der Hautpartien. Apple soll laut seinen Kritikern schon lange versuchen, solche negativen Vorfälle zu vertuschen. Sie werfen dem Unternehmen auch vor, seine Vorgänge nicht transparent genug zu halten. Apple sieht die Geheimhaltung etwa von Daten über noch nicht veröffentlichte Geräte als eine Marketingstrategie, um vor der Veröffentlichung eines Produkts nichts zu verraten und so einen Wettbewerbsvorsprung zu erhalten. Das Unternehmen soll die Mängel in den iPods zum Teil einsehen, versuche sie jedoch als Einzelfälle darzustellen oder das ganze herunterzuspielen und würde zudem auf Anfragen nicht eingehen.

Ursache sind die Lithium- Ionen- Akkus

Die meiste Gefahr gehe von den iPods Nano und Schuffle aus. Diese Geräte seien sehr klein und kompakt gebaut. Vermutet wird, dass sich aus diesem Grund die Batterien im Inneren entzünden könnten, wenn diese überhitzt seien. Aber auch bei älteren Modellen wurden Mängel festgestellt, die zu diesen Verbrennungen führen könnten. Die Ursache der brennenden iPods sollen die Lithium- Ionen- Akkus sein, die schnell überhitzen könnten und so eine Gefahr für die Nutzer darstellen. Diese Form der Akkus wurde bereits einmal von Apple und von dem Computerhersteller Dell zurückgerufen, um die Verbrennung von Laptops vorzubeugen. Um Apple jetzt schon zu einer Rückrufaktion zu fordern, sei die Zahl der Vorfälle noch viel zu gering, so die US-Verbraucherschutzbehörde. Ihr seien bislang nur 15 Fälle von brennenden iPods bekannt. Dagegen hat Apple über 175 Millionen iPods verkaufen können und von der überwiegenden Mehrheit seien noch keine Fehler gemeldet worden.


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One Response to “Brennende iPods”

  1. Tonno sagt:

    Selbe Geschichte wie beim iPhone. Ich Frage mich nur immerzu, warum es ausschließlich Kinder/Jugendliche sind, deren Geräte von Apple Feuer fangen. Dramatisierte Geschichten. Bei 175 000 000 verkauften iPods sind 15 nun wirklich nicht sehr viel. Grob geschätzt also ein iPod von 10 Mio. ist “brandgefährlich”, aha.

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