Wie die Analyse von Needham & Co. zeigt, sollen im vergangenen Jahr 150 Millionen Menschen die Apple Retail Stores besucht haben. Gute Nachricht für Apple ist dazu noch, dass von diesen Kunden rund die Hälfte ehemalige Windows – User waren. Apple entwickelt sich damit immer weiter zu einem beliebten Computerausstatter. Im Vergleich zum Vorjahr musste es zwar noch mit seinen Läden Verluste einstecken. Mit der wachsenden Zahl der Wechsler könnte Apple jedoch wieder auf einen Zuwachs für das letzte Quartal von 2009 hoffen.
Obwohl Microsoft günstigere Software anbietet, sollen immer mehr Windows – User auf die Notebooks von Apple umsteigen. Seit 2005 gibt es 14 Millionen so genannte Switcher, die von Windows zu Apple gewechselt haben. Die Zahlen zeigen, dass die Mac von Apple beliebter werden. Ob das hauptsächlich an dem modernen Design liegt oder die ehemaligen Windows – Nutzer die Mac auch komfortabler und benutzerfreundlich finden, kann jedoch noch nicht gesagt werden.
„Brick & Mortar“ – Verkauf
Auf Deutsch übersetzt würde „Brick & Mortar“ so viel wie Ziegelstein und Mörtel heißen. Diese Art des Verkaufs soll darauf hindeuten, dass die Unternehmen den Kontakt zu ihren Kunden direkt in Geschäftsräumen pflegen statt über das Internet wie es bei den Online – Shops üblich ist.
Apple hatte 2001 seinen „Brick & Mortar“ – Verkauf gestartet und eigene Apple Stores eingeführt. Weltweit gibt es davon rund 200 Läden, die sich unter anderem in den USA, in Großbritannien, Japan, China und Deutschland befinden. In den Apple Stores kann man verschiedene Produkte von Apple kaufen und zudem weitere Dienstleistungen erhalten. In den letzten Jahren sind die Verkäufe zwar in diesen Läden zurückgegangen, die sich durch die Wirtschaftkrise ergeben haben. Dennoch sollen die Apple Stores am wachsen sein, was aus dem Bericht von Needham & Co hervorgeht. Daher müsste sich das Unternehmen auf die große Nachfrage besser vorbereiten und mehr Personal einstellen.
Konkurrenz durch Microsoft – Läden
Der Erfolg der Apple Stores könnte den „Brick & Mortar“ – Verkauf wieder eine neue Note geben und andere Computerherstellern zu eigenen Stores motivieren. Im Februar hatte bereits Microsoft angekündigt, dass es eigene Läden eröffnen will, obwohl der „Brick & Mortar“ – Verkauf von vielen Computerherstellern seit einigen Jahren nicht mehr als gewinnbringend betrachtet wurde. Microsoft will jetzt nicht nur den gleichen Weg wie Apple gehen, sondern Apple direkt Konkurrenz machen, indem es seine Läden in der Nähe der Apple Stores eröffnen lässt. Microsofts COO Kevin Turner betonte dennoch, dass die Läden von Microsoft keine Imitation der Apple Stores werden sollen. Man ziele darauf, in den Läden die Produkte von Microsoft überwiegend zu präsentieren statt sie zum Verkauf anzubieten.
Apple hat sich neben dem Verkauf der iPods, iPhones und Mac auch mit den Apple Stores einen eigenen Weg mit guten Prognosen für die kommenden Monate aufgebaut. Im letzten Quartal konnten die Apple Stores mit insgesamt 1,2 Milliarden US – Dollar zum Gewinn des Unternehmens beitragen. Sollte Microsoft sein Vorhaben in naher Zukunft umsetzen, könnte sich der Handel und Vertrieb von Computer deutlich ändern.
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